Die Spielsachen machen Urlaub

Spielzeugfreie Zeit in der Grashüpfergruppe

Die Spielsachen machen Urlaub

 

Eine Woche vor den Pfingstferien hieß es für die Spielsachen der Kindergartengruppe Grashüpfer „wir machen Ferien“.

Die Kinder haben zusammen mit dem Personal der Gruppe beschlossen, dass die Spielsachen auch mal Pause vom Kindergartenalltag benötigen und nun in die wohlverdienten Ferien gehen.

Jedes Kind nahm am Montagmorgen vor den Pfingstferien ein Spielzeug in die Hand, welches er anschließend in den Keller verräumt hat – bis die Gruppe komplett leer war.

So, und nun?

Was macht man im Kindergarten ohne richtige Spielsachen?

Ist dies überhaupt möglich?

Die Kinder der Grashüpfergruppe haben eine Woche lang gezeigt, dass Spielzeug für sie gar nicht so einen hohen Stellenwert hat und der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

 

Warum eine Spielzeugfreie – Zeit im Kindergarten?

Ziel ist es, dass die individuelle Fantasie und Kreativität der Kinder angeregt wird. Es wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, ihre Umwelt frei zu entdecken und zu erforschen. Die Kinder lernen dabei, ihre Aufmerksamkeit auf sich selbst, ihre Mitmenschen und der Natur zu widmen.

Zum Spielen gab es Styropor, Eierschalen, Klopapier- und Zewarollen, Korkenkugeln und jede Menge Kartons.

Das meiste dieser Utensilien haben uns die Eltern zur Verfügung gestellt – an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön!

 

Unser erster Tag steckte voller Neugier. Die Kinder durften erstmal lernen, wie es ist, mit anderen Gegenständen zu spielen. Sich zu überlegen, was man beispielsweise aus Kartons bauen könnte, oder aber auch aus Zewarollen.

Das Styropor wurde zerdrückt und die Kinder hatten sehr viel Spaß dabei – am Ende des Tages wurde zusammengeholfen. Der Boden war mit Styropor belegt – die Kinder hatten die Idee, alles mit einem Staubsauger einzusaugen. Teamwork war in diesen Tagen nicht wegzudenken.

 

In den nächsten Tagen wurde bewusster mit den Materialien umgegangen und die Kinder hatten kreative Ideen:

Aus zwei großen Kartons wurden Häuser gebaut. Es wurden Fenster und Türen vom Personal rausgeschnitten. Ein Haus haben wir als Gruppenprojekt personalisiert. Jeder durfte seinen Handabdruck auf das Haus setzen und der Name wurde daruntergeschrieben.

Die Kinder hatten die Idee, aus Klopapierrollen ein Schloss zu bauen, ein Fernglas oder auch eine Murmelbahn.

Die Kartons wurden auch als Zugbahn genutzt.

Eigenständig haben die Kinder die vorhandenen Kartons hintereinander gestellt und Eisenbahn gespielt.

 

Am Ende der Woche und somit der letzte Tag vor den Ferien ging es für die Kinder auf den nahegelegenen Spielplatz in Deining.

Die Natur wurde genossen und der Abschluss dieser Woche war für alle gelungen.

Nach den Ferien durften die Spielsachen wieder in die Grashüpfergruppe einziehen.